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Seemandelbaumblätter (SMBB - Terminalia Catappa Leaves) werden seit vielen Jahren von erfolgreichen Züchtern in der Aquaristik eingesetzt.

Die Blätter stammen vom indischen Mandelbaum (Terminalia Catappa), welcher in Asien beheimatet ist.

 

indischer Mandelbaum (Terminalia Catappa)

 

 

 

Wirkungsweise:

Die Inhaltsstoffe der Blätter haben eine antiseptische Wirkung und werden gezielt eingesetzt zur Behandlung und Vorbeugung von:

  • Verpilzungen
  • Bakteriellen Erkrankungen wie z.B. Flossenfäule/-Verpilzungen
  • Laichverpilzung
  • Lochkrankheit bei Cichliden
  • Ektoparasiten
  • Schleimhautschäden
  • Bisswunden und Verletzungen
  • sog. "Glotzaugenkrankheit"
  • Kiemenwürmer

 

Verarbeitung:

Die Seemandelbaumblätter werden nach strengen Kriterien geerntet und verarbeitet:

Die Blättern werden erst geerntet, kurz bevor der Baum diese abwirft.


Warum dies?

Wenn die Blätter zu früh geerntet werden, beeinhalten diese noch den Blattsaft. Dieser ist jedoch toxisch und für Fische und Garnelen unbekömmlich. Kurz bevor der Baum die Blätter abwirft, zieht er den Blattsaft aus den Blättern. Dies MUSS so sein. Zu früh geerntete Blätter sollten auf gar keinen Fall verwendet werden.

Wenn unsere Blätter geerntet werden, beeinhalten diese nur noch die gewünschten Inhaltsstoffe (Tannine und Gerbstoffe).

Damit die Blätter frei von Verunreinigungen sind, werden diese nach der Ernte von uns gewaschen und anschliessend schonend getrocknet. Damit gewährleisten wir, dass unsere Blätter frei von Verschmutzungen und schädlichen Bakterien sind.
Natürlich sind unsere Blätter frei von Pestiziden.

 

 Reinigung der Blätter

  (Reinigung / Waschen der Blätter)

 

 

Trocknen der Blätter     versandbereite Blätter

(Trocknen der Blätter)                                            (versandbereite Blätter)  

 

Anwendung:

Geben Sie je nach Blattgröße auf 100 Liter Aquarienwasser die unten angegebene Blattmenge ins Aquarium.
Die Blätter saugen sich im Verlauf von 24 - 48 Stunden mit Wasser voll und sinken dann zu Boden.
Dort geben sie im Laufe der nächsten 2 - 3 Wochen langsam die Inhaltstoffe ans Wasser ab. Die Blätter können danach ausgetauscht werden.
Es schadet jedoch nicht, wenn die Blätter länger im Becken verbleiben. Die Blätter werden von den Tieren gerne als Futterzusatz sowie als Versteckmöglichkeit angenommen. Insbesondere bei Garnelen und Welsen sind die Blättern äußerst beliebt.

Die Blätter wirken leicht PH - senkend und färben das Wasser gelegentlich leicht bernsteinfarben. Jedoch bleibt das Wasser dabei glasklar. Das Aquarienwasser wird durch den Einsatz unserer Blätter NICHT belastet.

 

Dosierung: 

je 100 Liter Aquarienvolumen
Größe 10-13cm

3-5 Blätter

Größe 13-18cm 2-4 Blätter
Größe 18-30cm 1-3 Blätter

 

Warum drei verschiedene Größen?

Ganz einfach:

Nicht jeder Aquarianer hat ein 1000 - Liter Becken im Wohnzimmer stehen und kann somit bequem XXL - Blätter in seinem Becken unterbringen. Schliesslich spielt auch der optische Effekt eine Rolle. Und große Blätter in passende Größe zu zerschneiden, wäre sicherlich auch nur eine Notlösung. Unserer Meinung nach soll das Aquarium, welches ja ein Zuhause für die Tiere darstellt, möglichst natürlich wirken. Blätter in der richtigen Größe wirken im Becken wie herunter gefallenes Laub und unterstreichen damit die Einrichtung des Beckens.

 

Zu guter Letzt ein Warnhinweis:

  

Druckerschwärze in SMBB ???

Seit einiger Zeit tauchen im Handel (vermehrt in Internetauktionshäusern) Seemandelbaumblätter auf, welche mit erheblichen Anteilen von Druckerschwärze belastet sind.

Wie kommt so was zustande? Aus verläßlichen Quellen wissen wir, dass diese Blätter nach dem Waschen zwischen Papierlagen gepresst und getrocknet werden. Aus Kostengründen wird dabei auf alte Telefonbuchseiten zurückgegriffen. Diese geben dann bei der Verwendung Druckerschwärze an die SMBB ab.

Das Fatale:

Bis auf wenige Ausnahmen läßt sich die Toxikation mit blossen Augen nicht erkennen. Deshalb ist Vorsicht angebracht, denn das dieser Giftcocktail für Ihre Aquarienbewohner unbekömmlich ist, erklärt sich von selbst. Das Makabre dabei ist, dass die angeblich hervorragende Qualität oft noch mit "Qualitätszertifikaten" aus dem Ursprungsland beworben wird. Das dieses Zertifikat (Phytosanitary Certificate) von den dortigen Behörden nur in Hinblick auf Ansteckungsgefahr durch Bakterien und  pflanzenschutzrechtlicher Bestimmungen erstellt wird, wird dann natürlich verschwiegen. Ein gesundes Maß an Misstrauen/Vorsicht ist also angebracht.